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Problembündel Mensch

Freunde, ich will heute nicht über Philosophie sprechen. Mein Blog ist auch dazu gedacht, die Leser zum Nachdenken anzuregen. Das Thema, über das sie denken, ist relativ egal. Es ist nur wichtig, dass einer einen Denkanstoß gibt.
Ich will mich heute mal mit einer gesellschaftlichen Sache auseinander setzen, die meiner Meinung nach auch sehr wichtig ist. Also setzt euch auf eure Plätze und hört zu, was euer Laudator heute zu sagen hat.

 
Wir Menschen sind ein besonderes Konstrukt aus Atomen und Molekülen wie eigentlich jeder Stein, jede Pflanze und jedes Tier. Wir unterscheiden uns vom Rest der Natur nur in dem Punkt, dass wir mehrere Persönlichkeiten besitzen, die uns ausmachen und unsere große Persönlichkeit bilden. Der innere Schweinehund zum Beispiel steht laut Freud für die natürlichen Triebe in uns. Der Volksmund sagt, dass wir unseren inneren Schweinehund besiegen müssen, um etwas Bestimmtes zu tun. Und wenn es Dinge sind, die uns eigentlich nicht gefallen.
Eine andere Persönlichkeit, und das ist meine Ansicht, ist der kleine Emo, der in jedem von uns schlummert. Es ist ja schon bekannt, dass diese Emos, die emotional anfälligen Menschen, gerade dazu prädestiniert sind, sich selbst Schaden zuzufügen und die Welt finster zu sehen. Man kann also sagen, dass Pessimisten eine Art Emo sind. Jetzt lebt aber in jedem von uns ein kleiner Emo. Er tritt auf, wenn man traurig ist oder sich verletzt fühlt. Schließlich hat jeder Probleme. Hierbei unterscheiden sich die Menschen allerdings, denn nicht bei jedem tritt der Emo so extrem auf. Es gibt Menschen, die leben mit ihren Problemen und behalten sie für sich, andere sehen komplett schwarz und werden als Emos regelrecht beschimpft. Gut, hier ist es wieder die Gothicszene, die die Emos zu sich zieht. Man macht daraus eine Mode. Aber das ist hier nebensächlich. Fakt ist, jeder Mensch lebt mit dem kleinen Emo anders. Wenn er nicht unterdrückt wird, ist er zu mächtig. Entweder oder. Meint ihr! Natürlich gibt es hier auch Zwischendinge. Es gibt zum Beispiel die sensiblen Meschen, die zwar ihre Probleme haben und mit anderen darüber reden wollen, sie auch öffentlich zeigen, wenn sie es nicht unterdrücken können, aber sie sind gute Zuhörer, verstehen ihre Leidensgenossen und schweigen auch über deren Probleme, wenn sie sich ihnen anvertraut haben.
Hier existiert jedoch eine psychologische Blockade, die das teilweise sogar verhindert. Man kann sich als Freund gerne anbieten, den Leuten zuhören zu wollen, doch man sollte damit rechnen, dass sie sich dafür bedanken und es nicht oder nur ein einziges mal annehmen, weil sie sich überschätzen und meinen, selbst damit klar zu kommen. Manchmal sind sogar die Zuhörer, die ihre Schweigepflicht ernst nehmen, solche Menschen. Doch es gibt auch welche, die selbst nach Zuhörern suchen. Nur eins sollte man nur im Notfall tun. Die Leute zu ihrem Glück zwingen und sie zum Reden bringen. Doch auch dafür sollte man feinfühlig sein und keine Grenzen überschreiten. Das kratzt zu stark am Vertrauen zu einem und kann den ganzen Plan vernichten.
Zusammenfassend kann man also sagen: Jeder von uns besitzt einen kleinen Emo, der bei jedem auf seine Art in die Persönlichkeit des Menschen eingreift und so sein Leben prägt.

15.9.07 00:08
 


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