Dark Forest
Just thinking Gedichte Cogito ergo sum Gästebuch Kontakt Archiv
Zusammenspiel

Wer hier liest, weiß eigentlich, dass dieser Ort der Ort meiner philosophischen Gedanken ist, wie auch immer ich sie verkleide. Ob ich als eine Art Priester zu denen spreche, die diesen Blog lesen, oder ob ich einfach nur meine Gedanken aufschreibe, ist ganz egal. Der eigentliche Sinn ist, dass ich meine Gedanken sammeln kann wie in einem Buch. Denn Daten sind sicherer als Papier. Sie gehen im Internet nicht so schnell verloren wie Zettel in einem Zimmer. Und ich muss leider sagen, dass selbst philosophische Gedanken eine Last sind, die ich hier ablegen kann. Ein Zusammenspiel zwischen Inhalt und Hintergrund.

Wie auch immer. Ich habe ein mieses Gefühl. Und das darf man sicher haben, wenn man in einem Alter um die 20 ist, den Führerschein vielleicht erst seit Monaten besitzt und wieder eine lange Strecke fährt, wobei es das 2. Mal sein kann. Wohlgemerkt alleine. Ich für meinen Teil halte dann die Tatsache, einen Organspenderausweis auszufüllen, für ein schlechtes Omen. Ein Zeichen, dass man für den Tod bereit ist, obwohl es nicht stimmt. Mir bereitet es einfach Unbehagen. Wird ja wohl erlaubt sein.

Doch seien wir mal ehrlich. Leben und Tod sind doch auch eine Art Zusammenspiel. Ohne das Eine gäbe es das Andere nicht und beides lebt sogar voneinander (was für ein Wortspiel). Alles, was existiert, geht irgendwohin. So ähnlich beschreibt es der Schauspieler Travolta in dem Film Phenomenon kurz vor dem Ableben seiner Figur. Also muss die Existenz doch mit dem Zerfall verbunden sein. Oder um es chemisch bzw. physikalisch auszudrücken, Atomverbindungen brechen auseinander, um wieder neu zusammen gesetzt zu werden. Das ist der natürliche Weg, den die Zeit voran treibt. Der Zahn der Zeit nagt bekanntlich an allem, was aus Materie besteht. Da fallen Gedanken und Phantasien schon raus. Der Teil, den wir Seele nennen.

Doch wie auch immer dieses Zusammenspiel zwischen Leben und Tod aussieht, wir werden es nie begreifen. Wir können unseren Tod nur nützlich für andere machen. Das höhere Wohl unterstützen, wenn man es so sagen will. Und wenn man eben einen dieser Organspenderausweise ausfüllen muss. So hat zumindest auch ein verfrühtes Ableben einen Sinn, auch wenn dieser Sinn makaber erscheint. Vielleicht ist es das, was uns Angst macht. Die Tatsache, dass wir selbst im Tode noch etwas bewirken, irgendwie nützlich sind. Zusätzlich zu der Angst, wie man sterben könnte. Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich sterbe, dann ist es mein Schicksal. Aber ich möchte ganz sicher nicht aufgrund eines Verkehrsunfalls sterben, auch wenn das Schicksal entscheidet. Der beste Tod ist der, den man im Schlaf erlebt. So seh ich das. Doch das überlass ich jedem selbst.

21.5.08 23:11
 


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


t.s.d. (11.7.08 23:49)
Ich glaube nicht, dass es schlimm ist, sich über den Tod Gedanken zu machen - egal, in welchem Alter. Man darf nur darüber nicht vergessen, zu leben...

Es ist wohl manchmal auch besser, man setzt sich damit auseinander - und selbst wenn man dann "nur" erkennt, was man am Leben hat...

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

_________________________________
Design // Host
Gratis bloggen bei
myblog.de