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Christ, der (Anhänger des Christentums)

Auch wenn es klingt, als wäre dies ein Eintrag in ein Buch über Lebewesen der Erde, dem ist nicht so. Aber für mich als Atheist ist der Christ ein Mensch, der mich verwirrt und Fragen bei mir hinterlässt, auf die es wohl keine Antwort geben wird. Die Fragen kamen mir auf, weil mir mal wieder Sofies Welt in die Hände fiel. Ok, ich wollte es einfach mal wieder lesen und habe es aus dem Schrank genommen. Na und? Ist das wichtig? Nein!

Aber die Fragen bleiben. Problem Nummer 1 habe ich mit Jesus selbst. Der von mir im März erwähnte Gottesdienst kam mir hierbei in Erinnerung. In Sofies Welt wurde Jesus als Gottes Sohn und Gott bezeichnet. Gut, man war der Ansicht, Gott sei im Menschen und der Mensch sei Gott. Doch bei dieser Predigt wurde Jesus als Gott bezeichnet. Er sei der zu Erden gekommene Gott. Doch in Amerika oder besser gesagt in den Vereinigten Staaten ist Jesus Gottes Sohn und mehr auch nicht. Das findet sich überall immer mal wieder. Jetzt frage ich mich allerdings, was ist Jesus jetzt wirklich? Gott selbst oder Gottes Sohn? Und wie kann eine Persönlichkeit ihr eigenes Kind sein, wenn Jesus Gott selbst war?

 

Eine andere Sache handelt von einem der 10 Gebote und der Russisch-orthodoxen Kirche. In diesem einen Gebot wurde damals noch den Juden verboten, sich von Gott oder der göttlichen Geschichte ein Bildnis zu machen. Das änderte sich erst, als das Christentum im kulturellen Europa landete. Also in Italien und Griechenland. Die Katholische Kirche und später auch die Evangelisten/Protestanten übernahmen die Sache mit den Bildern, während sich die Russisch-Orthodoxe Kirche an das Gebot hielt. Wer's glaubt, wird selig? Warum gibt es dann die so genannten Ikonen von Maria, Jesus, Petrus und wie die Heiligen der Christen alle heißen? Wenn solche Bildnisse angeblich von Gott verboten sind und man sich doch so sehr dran ält, warum gibt es dann diese Ikonen? Irgendwas ging da schief. Oder hier ist wieder diese Geschichte mit der Auslegung der heiligen Schriften anwesend (oder wie man das auch nennen will). Zumindest versteh ich das nicht so ganz.

 

Aber selbst wenn ich diese Fragen habe und sie unbeantwortet bleiben, ich glaube nicht an einen Gott. Wenn es so wäre, wäre ich Polytheist und würde an einen der alten, nordischen Götter glauben. Und ich bin fest davon überzeugt, jeder von uns ist in seinem Inneren ein bisschen Loki. Intrigant, ein Lügner und hinterhältig. Aber Loki ist ein andres Thema.

13.6.09 01:46
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Terminal Spirit Disease (5.7.09 22:31)
Noch viel interessanter ist auch die Frage, warum sich in der Bibel so einiges widerspricht und warum nur Gläubige denn auch Gott bzw. Göttlichkeit erfahren sollen können - ein netter Zirkelschluss.

Und: Vergiss nicht, Loki hat den Göttern unbeabsichtigt auch geholfen, durch seine Listen. Was zumindest mir diese Geschichte beweist, mit der Sterblichkeit der Götter und allem - am Ende ist sowieso alles eins und wie wir nun dahingelangen, ist egal... am Ende steht für mich kein Gericht, sondern Gleichheit. Wenn du verstehst, aber ich denke, das tust du schon.

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